Preisträger 2006

Innovationspreis Betonbauteile 2006

Zur Eröffnung der 50. BetonTage am 14. Februar 2006 in Neu-Ulm wurde der Innovationspreis der Zulieferindustrie Betonbauteile verliehen. Das Institut für Fertigteiltechnik und Fertigbau Weimar e.V. (IFF) und die Finke GmbH in Detmold sind die diesjährigen Gewinner. Seit fünf Jahren lobt der Veranstalter der BetonTage, die FBF Betondienst GmbH, den Wettbewerb aus. In diesem Jahr erstmals gemeinsam mit der Fachzeitschrift BFT Betonwerk + Fertigteil-Technik. Ziel ist es, dem Innovationspotenzial der Zulieferindustrie eine Plattform zu bieten. Der Preis ist insgesamt mit 3.000 Euro dotiert.

Im aktuellen Wettbewerb hatte die Jury 25 Arbeiten zu beurteilen. Die Industrie war aufgefordert, ihre Innovationen aus den Bereichen Betontechnologie, Herstellungstechnik, Bewehrungstechnik, Software und Dienstleistung einzureichen. „Die Qualität der eingereichten Arbeiten ist von Jahr zu Jahr gestiegen“, so Prof. Dr.-Ing. Hans-Wolf Reinhardt, Universität Stuttgart, Vorsitzender der Jury. Wesentliche Auswahlkriterien für die Prämierung waren der Innovationsgrad und die Originalität des Vorschlags, die Relevanz für die Betonfertigteil-industrie, das Markt- und Anwendungspotenzial sowie die Berücksichtigung von technologischen Standards.

Mit ihrer neuen Dosieranlage Universal System hat die Finke GmbH eine Anlage entwickelt, bei der zur Einfärbung von Betonwaren neben Granulaten und Kompaktpigmenten nun auch die preiswerteren Pulverpigmente verwendet werden können. Die Hersteller von farbigen Betonerzeugnissen können dadurch erheblich Kosten einsparen. Gleichzeitig weist die Neuentwicklung alle Vorteile der herkömmlichen Granulat-Dosieranlagen wie z. B. eine hohe Dosiergenauigkeit mit der Möglichkeit additiver Farbmischung, einfachem Handling und staubarmer Verarbeitung auf.

Das Institut für Fertigteiltechnik und Fertigbau Weimar e.V. (IFF) hat gemeinsam mit der Schlosser-Pfeiffer GmbH in Aarbergen und der Wesser Kies und Sand GmbH in Pölzig eine neuartiges flexibles Fertigungsverfahren zur Herstellung von Schachtunterteilen aus Beton entwickelt. Problematisch bei den gängigen Verfahren ist die aufwändige Ausbildung von Gerinnen im Schachtunterteil. Deren Formen sind sehr individuell, da sich diese aus der Linienführung der Gesamtleitung ergeben. Der Lösungsansatz für die Automatisierung der Herstellung besteht in der Digitalisierung des Gerinneprofils. Allein über die Angaben von Nennweite, Winkel und Höhen der Ein- und Ausläufe werden die erforderlichen Daten computergesteuert generiert und anschließend über eine Matrix aus etwa 4.000 Stäbchen, von denen jedes einzelne separat ausgerichtet werden kann, abgebildet. Die Abdichtung der Matrix zum Frischbeton und die Flächenglättung erfolgen über eine Gummimatte, die durch Unterdruck gegen eine Matrix gesaugt wird.

58 Zeilen, 496 Wörter, 3523 Zeichen ohne Leerzeichen
Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erwünscht.